Neue Stauden pflanzen, damit sie gut anwachsen

Landschaftsillustration

Neue Stauden brauchen in den ersten Wochen nach dem Einpflanzen besondere Aufmerksamkeit, auch wenn sie später als robuste, mehrjährige Pflanzen kaum noch Pflege benötigen. Diese erste Phase entscheidet oft darüber, ob die Pflanze ein kräftiges Wurzelsystem entwickelt oder über Jahre hinweg schwächlich bleibt und nie ihre volle Größe erreicht.

Vor dem Einpflanzen sollte der Wurzelballen kurz in Wasser getaucht werden, falls er bereits ausgetrocknet wirkt. Ein zu trockener Ballen nimmt Wasser aus der umgebenden Erde nur schwer wieder auf, selbst wenn danach reichlich gegossen wird, weshalb diese kurze Maßnahme am Anfang später viel Ärger ersparen kann.

Der richtige Start im Beet

Das Pflanzloch sollte etwas größer sein als der Wurzelballen selbst, damit die Wurzeln von Anfang an lockere Erde vorfinden, in die sie leicht hineinwachsen können. Wird die Staude zu tief gesetzt, kann der Wurzelhals faulen, während eine zu flache Pflanzung dazu führt, dass die Wurzeln schnell austrocknen und die Pflanze keinen sicheren Halt findet.

Nach dem Einsetzen wird kräftig angegossen, auch wenn der Boden zu diesem Zeitpunkt bereits feucht erscheint. Das Wasser hilft dabei, die Erde eng an die Wurzeln zu drücken und verbleibende Hohlräume zu schließen, die sonst später zu Trockenschäden führen könnten, gerade in den ersten, entscheidenden Wochen nach der Pflanzung.

In den folgenden Wochen sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht, bis sichtbar neue Triebe erscheinen. Sobald die Staude spürbar zu wachsen beginnt, hat sie sich an ihrem neuen Standort etabliert und kann von da an mit deutlich weniger Aufmerksamkeit auskommen als in den ersten Wochen.

Wer die Pflanzung möglichst an einem bedeckten Tag ohne pralle Sonne vornimmt, verschafft der Staude zusätzlich etwas Zeit, sich einzugewöhnen, bevor starke Verdunstung den frisch gewässerten Boden wieder austrocknet. Auch ein wenig Mulch rund um die junge Pflanze hilft dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und gleichzeitig unerwünschten Beikräutern weniger Raum zum Keimen zu lassen, solange die Staude noch dabei ist, sich richtig zu etablieren.