Wer im Frühjahr mehrere Beete gleichzeitig bepflanzt, verliert erstaunlich schnell den Überblick darüber, was wo genau in der Erde steckt. Kleine Schilder direkt neben der Pflanzstelle schaffen hier Abhilfe und ersparen das Rätselraten, sobald die ersten Triebe aus dem Boden kommen und noch keiner erkennbaren Pflanze zugeordnet werden können.
Ein Schild muss nicht aufwendig sein, um seinen Zweck zu erfüllen. Ein einfaches Stück Holz oder ein wetterfester Stift auf einem kleinen Stein reicht meist völlig aus, solange die Schrift auch nach einem Regenschauer noch lesbar bleibt. Wichtiger als die Optik ist, dass die Beschriftung an der richtigen Stelle im Beet stehen bleibt und nicht versehentlich verrutscht.
Mehr als nur der Name
Neben dem Namen der Pflanze lohnt es sich, auch das Pflanzdatum und vielleicht eine kurze Notiz zum gewünschten Standort zu vermerken. So lässt sich später leichter nachvollziehen, warum eine bestimmte Pflanze an genau dieser Stelle gelandet ist, und ob sie sich seither wie erwartet entwickelt hat oder ganz anders gewachsen ist.
Über mehrere Jahre gesammelt, werden solche Notizen zu einer kleinen persönlichen Geschichte des eigenen Gartens oder Balkons. Man erinnert sich plötzlich wieder daran, woher eine bestimmte Staude ursprünglich stammte, oder welche Saison besonders gut für eine bestimmte Ecke des Beetes war, was ohne die kleinen Schilder längst wieder vergessen wäre.
Gerade am Ende der Saison, wenn viele Pflanzen bereits eingezogen sind und nur noch die Schilder an sie erinnern, zeigt sich der eigentliche Nutzen dieser einfachen Methode. Im nächsten Frühjahr weiß man dann sofort wieder, was wo wachsen sollte, anstatt vorsichtig in der Erde herumzustochern und zu hoffen, nichts Wichtiges zu beschädigen.
Wer zusätzlich ein Foto des Beetes kurz nach dem Pflanzen macht, hat später eine hilfreiche Ergänzung zu den Schildern selbst. Auf dem Bild lässt sich genau erkennen, wie groß und wie dicht die einzelnen Pflanzen ursprünglich gesetzt wurden, was beim Vergleich mit dem heutigen Zustand oft überraschende Unterschiede zeigt. Manche legen sich sogar ein kleines Heft an, in dem sie jede Saison kurz festhalten, was gut funktioniert hat und was im nächsten Jahr anders gemacht werden sollte.