Hohe Stauden stützen, damit sie nicht umkippen

Landschaftsillustration

Manche hohe Stauden wachsen im Lauf des Sommers so kräftig in die Höhe, dass sie dem eigenen Gewicht bald nicht mehr standhalten, sobald Wind aufkommt oder ein Regenguss die Blüten zusätzlich schwer macht. Werden Stützen erst dann angebracht, wenn die Pflanze bereits am Boden liegt, ist es meist zu spät, um sie ohne Schaden wieder ordentlich aufzurichten.

Am einfachsten ist es, schon früh im Jahr, wenn die Triebe noch klein sind, eine Stütze in die Nähe zu stecken. Wächst die Pflanze dann durch ein lockeres Gitter oder um einen Stab herum, wird die Stütze mit der Zeit fast unsichtbar, weil das Laub sie von aussen kaum noch zeigt, während sie innen trotzdem sicheren Halt gibt.

Material, das nicht schneidet

Zum Anbinden eignet sich weiches Material besser als dünne Schnur oder Draht, die sich mit der Zeit in die wachsenden Stängel einschneiden können. Ein breiter, weicher Streifen aus Stoff oder ein spezielles Pflanzenband verteilt den Druck über eine grössere Fläche und schadet der Pflanze auch dann nicht, wenn der Stängel im Lauf der Saison noch deutlich dicker wird.

Bei besonders schweren Blütenständen reicht manchmal eine einzelne Stütze pro Trieb nicht aus. Mehrere Stäbe, die ringförmig um die Pflanze gesteckt und mit einer Schnur verbunden werden, stützen den ganzen Bestand gleichmässiger, statt einzelne Triebe isoliert zu halten und dabei andere ungeschützt zu lassen, die dann seitlich wegkippen könnten.

Rechtzeitig gesetzte Stützen sehen im fertigen Beet kaum störend aus, sobald die Pflanzen gewachsen sind, retten aber oft die ganze Blütenpracht nach dem ersten kräftigen Sommergewitter. Wer sich jedes Jahr die gleiche Mühe macht, wird mit stabilen, aufrecht stehenden Stauden belohnt, die auch nach starkem Wind noch schön aussehen.

Wer nach einem stärkeren Sturm durch den Garten geht, prüft am besten gleich alle Stützen auf festen Sitz, denn gelockerte Stäbe verlieren genau dann ihren Halt, wenn er am meisten gebraucht wird. Naturfarbene Stäbe aus Holz oder Bambus fallen zudem weniger auf als helle, glänzende Stützen aus Metall oder Kunststoff, sodass das Beet auch mit sichtbaren Stützen einen gepflegten Eindruck macht.